Lebensfülle und Seelenweite

Aktualisiert: 3. Nov.

Wenn der Befund des ZEIT-Redakteurs Bernd Ulrich stimmt, dann hat mit der Covid-Pandemie, dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und der Klimakrise ein neues Zeitalter begonnen: das Zeitalter der Postnormalität und der Krisenpermanenz (DIE ZEIT 2022/13). Schreckensmeldungen und Verzichtsappelle, Herausforderungen und Ängste u.a. werden wohl in größerem Umfang das (Er-) Leben der Menschen prägen, als in den Jahren zuvor.

Für unsere seelische Gesundheit ist es wichtig, dass wir in die zweite Waagschale unserer Lebenswaage Heilsames, Ermutigendes und Orientierung Gebendes hineinlegen: die Wahrnehmung von Lebensfülle und Seelenweite.


Lebensfülle – darauf macht schon der „Philosoph der Lebenskunst“ Wilhelm Schmid aufmerksam – heißt nicht, dass alles gut läuft, sich wohltuend anfühlt oder angenehm ist. Das „Glück der Fülle“, wie er es nennt, umfasst auch die Auseinandersetzung mit dem Schweren und Tragischen, die letztlich aber in eine Lebensbejahung hineinmündet (Buchtipp: „Glück - Alles, was Sie darüber wissen müssen, und warum es nicht das Wichtigste im Leben ist“).


Seelenweite ist das Gegenmittel zur Enge, zur Verengung des Wahrnehmens oder des Denkens - „Angst“ kommt von „Enge“. In Zeiten von Druck und Belastung ist der Gegenpol, die Weite, von besonderer Bedeutung. Dies meint insbesondere Horizonterweiterung, Ausweitung der Handlungsspielräume und Herzensweite.

Der ressourcenorientierte Blick in das eigene gelebte Leben hilft immer wieder, sich Situationen und Erfahrungen der Lebensfülle und der Seelenweite bewusst und für herausfordernde Zeiten bewusst zu machen.


Seminartipp:

Fülle und Weite - Biografiearbeit zum Aufleben und Durchatmen

25./26. November 2022, Klagenfurt

https://www.kath-kirche-kaernten.at/dioezese/detail/C2738/fuelle-weite

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